Periodenschmerzen verstehen
- annaburtscher16
- 5. Aug.
- 2 Min. Lesezeit
Die Rolle von Entzündungen im Körper
Der erste Tag deiner Periode und du möchtest am liebsten den ganzen Tag zusammen gekauert im Bett mit einer Wärmflasche und Schokolade verbringen?
Der zweite Tag deiner Periode und plötzlich ist da dieser unbeschreibliche stechende Schmerz in deinem Bauch und das genau jetzt wo du doch ganz andere Pläne hattest?

Dieses Gefühl kennen viele Frauen und leider nehmen viele das einfach so hin. Denn "Frau sein ist anstrengend" "die Periode ist schrecklich" "da musst du einfach durch" sind Glaubenssätze die immer wieder weiter gegeben werden.
Doch, dass die Periode eigentlich gar nicht schmerzhaft sein sollte erzählt dir niemand.
Wie entstehen eigentlich Menstruationskrämpfe?
Eine entscheidende Rolle spielen dabei sogenannte Prostaglandine. Diese hormonähnlichen Botenstoffe werden in der Gebärmutterschleimhaut kurz vor und während der Menstruation gebildet.
Ihre Aufgabe ist es, die Gebärmutter dabei zu unterstützen, die aufgebaute Schleimhaut abzustoßen. Dazu regen Prostaglandine die Muskulatur der Gebärmutter an, sich zusammenzuziehen. Diese Kontraktionen sind ein natürlicher Bestandteil des Menstruationszyklus.
Werden jedoch zu viele Prostaglandine produziert, ziehen sich die Muskeln der Gebärmutter besonders stark und häufig zusammen. Dadurch werden die Blutgefäße in der Gebärmutter vorübergehend verengt, sodass das Gewebe kurzfristig weniger Sauerstoff erhält. Diese vorübergehende Minderdurchblutung kann die typischen krampfartigen Regelschmerzen verursachen.
Darüber hinaus fördern bestimmte Prostaglandine Entzündungsprozesse im Körper. Deshalb treten neben Unterleibskrämpfen häufig weitere Beschwerden wie Rückenschmerzen, Übelkeit, Kopfschmerzen oder Durchfall auf. Die Stärke der Periodenschmerzen hängt unter anderem davon ab, wie viele Prostaglandine gebildet werden und wie empfindlich der Körper auf diese Botenstoffe reagiert.
Warum passiert das ganze?
Die genaue Ursache ist nicht immer bekannt. Fest steht jedoch, dass Entzündungen im Körper die Bildung entzündungsfördernder Prostaglandine begünstigen können. Befindet sich der Körper dauerhaft in einem entzündungsfördernden Zustand, werden mehr Botenstoffe ausgeschüttet, die wiederum die Produktion von Prostaglandinen anregen. Das kann dazu beitragen, dass Regelschmerzen stärker ausfallen.
Auch die Ernährung spielt dabei eine Rolle. Eine Ernährung mit vielen stark verarbeiteten Lebensmitteln, Zucker, Transfetten und großen Mengen gesättigter Fettsäuren kann Entzündungsprozesse im Körper fördern. Dadurch können vermehrt entzündungsfördernde Botenstoffe gebildet werden. Und in der Folge auch mehr Prostaglandine.

Entzündungen hemmen und Schmerzen verbessern
Eine entzündungshemmende Ernährung kann den gegenteiligen Effekt haben. Lebensmittel wie Gemüse, Beeren, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen sowie Omega-3-reicher Fisch oder Leinsamen liefern Nährstoffe, die Entzündungsprozesse im Körper positiv beeinflussen können. Das bedeutet nicht, dass Periodenschmerzen vollständig verschwinden, viele Frauen berichten jedoch von einer Linderung ihrer Beschwerden, und Studien deuten darauf hin, dass ein insgesamt entzündungshemmender Lebensstil Menstruationsbeschwerden positiv beeinflussen kann.
Kurz gesagt, umso mehr Entzündungshemmende Maßnahmen getroffen werden umso geringer wird das Risiko, dass man starke Menstruationsbeschwerden verspürt.
Du bist nicht alleine
Auch wenn sich Periodenschmerzen nicht immer vollständig vermeiden lassen, kannst du mit einer entzündungshemmenden Ernährung deinen Körper gezielt unterstützen. Sie kann dazu beitragen, Entzündungsprozesse positiv zu beeinflussen und so langfristig zu einem ausgeglicheneren Zyklus beizutragen.
Genau dabei begleite ich Frauen in meinem Coaching. Gemeinsam entwickeln wir eine alltagstaugliche, entzündungshemmende Ernährung, die zu dir und deinem Leben passt, damit du deinen Zyklus mit mehr Wohlbefinden und weniger Beschwerden erleben kannst.
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